Der international gefeierte Keramikkünstler und Autor Edmund de Waal (*1964 in Nottingham) hat sich im 300. Todesjahr von Johann Friedrich Böttger (1682–1719) intensiv mit den Ursprüngen der Dresdner Porzellansammlung befasst. Entstanden ist eine Installation mit dem Titel „im Goldhaus“. In Erinnerung an das sogenannte Goldhaus am Zwinger in dem Böttger gemeinsam mit dem Naturforscher Ehrenfried Walther von Tschirnhaus (1651–1708) mit verschiedenen Materialien experimentierte, bevor die Herstellung von Porzellan Anfang des 18. Jahrhunderts auf der Albrechtsburg in Meißen endlich gelang.

Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ermöglichen den Ankauf einer Arbeit von Edmund de Waal. Möglich wurde die Erwerbung durch die aktuell 48 Stifter*innen innerhalb der 1.900 Mitglieder von MUSEIS SAXONICIS USUI – Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden e. V. 

Am 28. September 2019 präsentiert der Künstler Edmund de Waal sein Werk in der Dresdner Porzellansammlung. Die Arbeit wird zunächst bis Januar 2020 im Böttgersaal der Porzellansammlung präsentiert und ist dann im Rahmen von Sonderausstellungen innerhalb der Museen der SKD weiter zu sehen.
Die jährliche Unterstützung von 2.500 Euro je Stifter*in realisiert Ankäufe zeitgenössischer Kunst für die insgesamt 15 Museen des Verbundes.

Edmund de Waals Installationen rhythmisch angeordneter Porzellangefäße sowie seine gestalteten Räume finden weltweite Beachtung. Derzeit ist er mit Einzelausstellungen in der Frick Collection in New York und dem Jüdischen Museum in Venedig vertreten.

Petra von Crailsheim, Vorstandsvorsitzende MUSEIS SAXONICIS USUI: „Dieser Ankauf stärkt Dresden zukunftsweisend, das so seine Kunstgeschichte fortschreibt. Dankbar und stolz sind wir, ein Werk Edmund de Waals den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden schenken zu können. Mit „im Goldhaus“ wird Porzellangeschichte lebendig.“